• Kristin Johnstad

  • Gemeinsames Singen · Stimme & Körper · Retreats · Prozessbegleitung
     

    Kristin Johnstad ist Künstlerin, Sängerin und Tänzerin. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Frage, wie wir unsere eigene Stimme wiederentdecken können – als Quelle von Freiheit, Verbundenheit und innerer Kraft.

    Kristin ist in einer Musikerfamilie aufgewachsen und stammt aus einer langen Tradition von Menschen, die Lieder bewahren, weitertragen und miteinander teilen. Sie studierte klassischen Gesang und wurde mehrfach mit renommierten Preisen des Schubert Clubs ausgezeichnet.

  • Mehr als zehn Jahre lang sang sie mit Robert Robinson und dem Twin Cities Community Gospel Choir und Ensemble. Ihre Auftritte führten sie an ganz unterschiedliche Orte – von der Minnesota State Fair über Kirchen und Gemeindezentren bis hin zum Kennedy Center in Washington, D.C. Außerdem ist sie auf mehreren CD-Aufnahmen zu hören.

    In den vergangenen zehn Jahren hat sich Kristins musikalischer Schwerpunkt zunehmend auf A-cappella-Gesang, gemeinschaftliches Singen sowie Hospiz- und Threshold-Chöre verlagert. Sie liebt es, Lieder an unerwartete Orte zu bringen – dorthin, wo sie Freude schenken, Verbindung schaffen oder Heilung ermöglichen können.

    Ein wichtiger Teil ihrer Arbeit ist das gemeinsame Singen und die Frage, was geschieht, wenn Menschen miteinander in Resonanz kommen. Dabei interessiert sie nicht nur die Harmonie. Sie lädt auch dazu ein, mit Dissonanz zu spielen, Unterschiede wahrzunehmen und genau hinzuhören: auf die eigene Stimme, auf die Stimmen der anderen und auf das, was zwischen uns entsteht. Für Kristin können Resonanz und Dissonanz Wege zu tieferem Zuhören, Vertrauen und echter Verbundenheit sein.

    Auch ihre eigene kreative Stimme entwickelt sich weiter. 2025 hat Kristin ihr erstes eigenes Lied geschrieben und für eine Aufnahme vorbereitet – ein weiterer Schritt auf ihrem langen Weg, Lieder nicht nur zu tragen und weiterzugeben, sondern zunehmend auch selbst zu schreiben.

    Kristin ist ordinierte buddhistische Geistliche und arbeitet seit vielen Jahren mit buddhistischen, Zen- und interreligiösen Gemeinschaften. Dabei verbindet sie Bewegung, Gesang, Stille und kontemplative Praxis.

    Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt an der Schwelle zwischen Leben und Tod. Kristin singt in zwei Hospizchören, begleitet sterbende Menschen in ihren letzten Stunden am Bett und entwickelt Retreats rund um die Frage, wie wir dem Geheimnis des Lebens und Sterbens eine Stimme geben können – und was es bedeutet, gut zu leben und gut zu sterben.

    Kristin lebt in den USA und wird im Rahmen der Kara Johnstad School of Voice regelmäßig für Workshops, Retreats und kreative Projekte nach Berlin kommen. Darüber hinaus wird sie in begrenztem Umfang online Gruppen begleiten und gemeinsam mit der School of Voice neue Lern- und Erfahrungsräume entwickeln.

    Ein besonderer Schwerpunkt dieser Zusammenarbeit ist eine neue Buchreihe von Kara Johnstad, Gründerin und Visionärin der School of Voice. Kristin wird ausgewählte Gruppen dabei begleiten, die Impulse und Übungen dieser Bücher praktisch zu erproben, zu vertiefen und in den eigenen Alltag zu integrieren.

    Berlin ist für Kristin dabei weit mehr als nur ein Arbeitsort. Die Stadt begleitet sie schon einen großen Teil ihres Lebens. Sie lebte hier in den 1960er- und 70er-Jahren, studierte in den 1980er-Jahren in Berlin und ist seitdem immer wieder für kreative Beratungs- und Entwicklungsprojekte zurückgekehrt. Zu ihren jüngeren Kooperationen gehören Arbeiten mit dem Othering & Belonging Network sowie mit buddhistischen Praxisgemeinschaften in der Tradition von Plum Village.

    Mit ihrer Schwester Kara verbindet Kristin nicht nur eine gemeinsame Familiengeschichte voller Musik. Heute erkunden die beiden gemeinsam, wie Stimme, Körper, Gemeinschaft und kontemplative Praxis Menschen dabei unterstützen können, sich selbst und einander tiefer zuzuhören – und wie wir in einer komplexen Welt unsere eigene Stimme finden, ohne die Stimmen der anderen zu verlieren.

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